Erster Druck mit dem Creality Ender 4 – 3D-Drucker

Nach dem ganzen Aufbau stand nun der erste Druck mit dem Creality Ender 4 an. Dem 3D-Drucker lagen 6 Meter grünes Material bei und auf der SD-karte war der G-Code einer „Winke-Katze“. Also anschalten G-Code wählen und los! Denkste!

Vor dem ersten Druck will der Bed Leveling Sensor eingestellt und das Bed „gelevelt“ werden.

Voreinstellung Drucktisch

Das einstellen des Drucktisches ist wichtig damit der erste Layer auch sitzt und gleichmäßig dick ist. Ansonsten kann es passieren das die Düse zu nah am Druckbett befindet und daran kratzt oder zu weit weg ist und das Material nicht haftet. Nach dem Aufbau des Ender 4 3D-Druckers muss der Drucktisch also ausgerichtet werden. Um den Tisch zur Düse recht genau einzustellen habe ich mit dem Tiefenmaß meines Messschiebers von der Querachse ab, von mehreren Punkten aus auf den Drucktisch gemessen und mit den Schrauben unterhalb des Drucktisches so lange eingestellt bis ich in den vier Ecken auf maximal 0,05 mm Unterschied kam. Der Drucktisch ist bei mir in der Mitte tiefer als an den Rändern, was das Einstellen schwieriger machte. Letztendlich war ich nun mit den groben Einstellungen fertig.

Einstellung des Bed Leveling Sensors

Die Oberfläche des Drucktisches beklebe ich mit dem mitgelieferten Krepp-Klebeband. Den Drucktisch stelle ich auf 45°C und die Düse auf 200°C. Damit sind am 3D-Drucker die gleichen Temperatur Bedingungen wie bei einem Druck. Das Hotend mit der Düse fahre ich mit der Hand in die Mitte und lege auf das Druckbett ein Stück Papier (0,2 mm dick). Den Drucktisch habe ich dann mit der Hand solange hochgedreht bis das Papier an der Düse kratzt. Auf diese Position hab ich den Sensor verschoben bis er leuchtete. Diese Prozedur habe ich mehrmals wiederholt.

Der grüne Bed-Levelling Sensor ist mit Schrauben in Langlöchern befestigt und lässt sich schlecht einstellen.

Dabei habe ich festgestellt das der Sensor sich mit den Schrauben und den Langlöchern nur sehr bescheiden einstellen lässt. Die endgültige Sensor Einstellung habe ich dann in allen Ecken des Drucktisches überprüft und musste zu meinem Erstaunen feststellen das die Einstellung überall passte, zumindest gut genug. Ich war heiß auf den ersten Druck!

Die Katze ohne Kopf, weil das Probematerial ausging nahm das Unheil seinen Lauf..

Der erste 3D-Druck mit dem Ender 4

Der erste Druck der „Winke Katze“ lief Problemlos an, ich war begeistert! Allerdings haben die 6 Meter nicht für die ganze Katze gereicht, der Kopf wurde nicht fertig gedruckt. Da es bei meinem Ender 4 keinen Filament-Ende Sensor gibt, ist das Filament durch den Vorschub komplett in den Schlauch geschoben worden. Das machte mir Probleme, denn wie sollte ich nun das Filament entfernen? Kurzerhand kam ich auf die Idee, den Schlauch am Hotend abzuziehen und das Filament so zu entfernen. Der Schlauch saß aber extrem fest und er löste sich mit einem Ruck. Dieser Ruck ging auch durch das Kabel der Heizpatrone und ab da hatte ich einen Wackler in der Heizung und brauchte eine neue, Pech gehabt. So hatte ich mir das nicht vorgestellt, die Enttäuschung war groß und der Frust über meinen Patzer noch größer.

Neue Heizung für den Ender 4

Da ich noch kein einziges Ersatzteil hatte, habe ich mir ein komplettes Hotend bestellt. Nur wurde mir keine 24V 40W Heizung geliefert, sondern eine 12V. Das bemerkte ich nicht sofort und baute sie ein. Der Aufheizvorgang ging sehr schnell aber die Endtemperatur hat immer um die 5°C geschwankt. Nach einer Recherche im Netz wurde mir klar das ich die Heizung vor dem ersten Gebrauch „Tunen“ musste. Das so genannte PID Tuning. Dieses Tuning wird bei den „Plastikjunkies.de“ ganz gut erklärt. Bei mir wurde dieses Tuning dann aber immer mit einer Fehlermeldung abgebrochen, zu große Schwankungen. Erst das hat mich dazu bewogen die Heizung noch einmal auszubauen, zum Glück.

Hier müsste für Ender 4 „24V 40W“ und nicht „12V 40W“ stehen!

Erst bei genauerer Betrachtung fiel mir die „12V“ Beschriftung auf der Patrone auf. Also die richtigen „24V“ Heizung bestellt, PID getuned und geht! Boah, jetzt aber Drucken!

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